Peter Liese: Ehrlich gesagt, ich bin enttäuscht: Medizin-Nobelpreis für Entwickler der mRNA-Technologie wäre großartiges Zeichen gewesen / Zusammenarbeit von EU, Bund und privatem Risikokapital trotzdem vorbildlich und nicht nur der Schlüssel zur Überwindung der Pandemie

„Ehrlich gesagt, ich bin enttäuscht. Ich hatte wirklich gehofft, dass Özlem Türeci und Ugur Sahin oder jemand anderes, der bei der Entwicklung der mRNA-Technologie und der Corona-Impfstoffe eine wichtige Rolle gespielt hat, mit dem Medizin-Nobelpreis bedacht worden wäre. Die Gründe, warum eine andere wissenschaftliche Entdeckung in diesem Jahr bedeutender sein soll, erschließen sich mir nicht. Trotzdem ist die Entwicklung des Impfstoffs von BioNTech eine großartige Erfolgsgeschichte. Sowohl die Firma Curevac als auch die Firma BioNTech haben in den letzten zehn Jahren, Curevac sogar schon darüber hinaus, Mittel vom Bundesforschungsministerium und der Europäischen Union bekommen. Gemeinsam mit viel privatem Risikokapital wurde die Basis dafür gelegt, dass wir uns jetzt aus der Pandemie herausimpfen können. Die mRNA-Technologie ist auch unabhängig davon eine wichtige Zukunftstechnologie. Wir müssen sie unbedingt weiter fördern und unterstützen, um zum Beispiel auch den Krebs in Zukunft besser bekämpfen zu können“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP, Christdemokraten), Dr. med. Peter Liese, anlässlich der Bekanntgabe der diesjährigen Träger des Nobelpreises für Medizin.

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