„Einer von Uns“ will Embryonenschutz in der EU stärken

Die europäische Bürgerinitiative „Einer von Uns“ will den Embryonenschutz in der Europäischen Union stärken. Eine Gruppe von Politikern verschiedener Parteien (u.a. Hubert Hüppe (CDU), MdB und Behindertenbeautragter der Bundesregierung, Robert Antretter (SPD), ehemaliges MdB und Ehrenvorsitzender der Bundesvereinigung Lebenshilfe und Peter Liese (CDU), gesundheitspolitischer Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokraten)) rief jetzt in Berlin dazu auf, die Unterschriftenaktion zu unterstützen.

 

Seit dem Vertrag von Lissabon gibt es die Möglichkeit, dass sich Bürgerinnen und Bürger direkt in die europäische Politik einbringen. Wenn nach einem bestimmten Schlüssel 1 Mio. Unterschriften zu einem Thema in Europa gesammelt werden, muss sich die EU-Kommission mit dem Thema beschäftigen.

Die europäische Bürgerinitiative „Einer von Uns“ möchte dieses Instrument aufgreifen. Anlass ist das sogenannte „Brüstle-Urteil“ von 2011. Damals hatten die Richter entschieden, dass Forschung mit menschlichen Embryonen und embryonalen Stammzellen in der EU nicht patentiert werden darf. In der Begründung des Urteils wurde unter anderem auch die Menschenwürde angeführt. Die Bürgerinitiative möchte nun daraus Konsequenzen ziehen. „Wenn eine Technik aus Gründen des Schutzes der Menschenwürde nicht patentiert werden darf, dann sollte die EU diese Technik auch nicht aus Steuermitteln fördern“, so Dr. med. Peter Liese.

Robert Antretter sagte: „Der Mensch zeichnet sich nach deutschem Verfassungsverständnis aus durch eine Würde, die ihm von Anfang an inne wohnt und die ihm nach christlicher Auffassung von Gott verliehen worden ist. Die Menschenwürde ist untrennbar mit dem Menschsein verknüpft; sie gehört zu seiner Existenz in dieser Welt, unabhängig von seiner körperlichen, geistigen und seelischen Entwicklung oder Beeinträchtigung. Es entspricht diesem Bild vom Menschen, dass er nicht auf die Summe seiner genetischen Merkmale reduziert werden kann, die es im Wege des technischen Fortschrittes zu optimieren gelte“.

 

„Der Embryo wird nicht zum Menschen, sondern entwickelt sich als Mensch“, ergänzte Hubert Hüppe.

 

Die europäische Bürgerinitiative kann online unterstützt werden: http://www.1-von-uns.de/ .

Außerdem gibt es die Möglichkeit, Unterschriften unter folgender Telefonnummer und Adresse anzufragen:

Europäische Bürgerinitiative EINER VON UNS

Zionskirchstraße 3

10119 Berlin

Telefon: 030 – 88 62 68 96

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