Keine Energieeinsparung durch Zeitumstellung / Mensch und Tier leiden unnötig


Am Donnerstag wurde in Straßburg erneut im Plenum über die Abschaffung der Zeitumstellung debattiert. Eine stetig wachsende Gruppe von Abgeordneten ist die ständige Umstellung leid. Auch für Dr. Peter Liese, gesundheitspolitischer Sprecher der größten Fraktion im Parlament (EVP-Christdemokraten), sind die Gründe für die Abschaffung der Sommerzeit klar: „Die Zeitumstellung hat die erhofften Effekte, etwa bei der Energieeinsparung, nicht erbracht. Wir wissen inzwischen, dass es viele empfindliche Menschen gibt, die sich an die Zeitumstellung nicht anpassen können und zum Beispiel unter Schlafstörungen leiden. Auch in der Landwirtschaft zum Beispiel gibt es mit den Tieren Probleme“, so der Arzt und Europaabgeordnete.

Besonders Kleinkinder leiden unter der Zeitumstellung. Außerdem zeigen Studien, dass die Zahl der Herzinfarkte in der Zeit nach Umstellung zunimmt. Einige Wissenschaftler fordern die Sommerzeit abzuschaffen und somit eine ganzjährige Winterzeit einzuführen, da dies eher dem natürlichen Rhythmus des Menschen entspreche. Bei einer ganzjährigen Sommerzeit würden im Winter sehr viele Kinder an zusätzlichen Tagen morgens im Dunkeln zur Schule gehen und dies sollte vermieden werden.

Unambitioniertes Abkommen für Luftverkehrsindustrie unfair gegenüber anderen Industriezweigen / Flugverkehr weiterhin im EU ETS

Heute hat die Generalversammlung der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) zum ersten Mal in der Geschichte eine internationale Klimaschutzmaßnahme für den Flugverkehr beschlossen. „Das ist zwar historisch, aber unambitioniert“, kommentierte  Dr. Peter Liese, zuständiger Berichterstatter für die Einbeziehung des Flugverkehrs in das ETS und die Stop-the-clock-Entscheidung.

 

Richtige Entscheidung der Europäischen Kommission. Fokussierung auf wenige Produkte vermeidet übertriebene Bürokratie und hilft beim Energiesparen


Die Europäische Kommission hat heute in einer Grundsatzdebatte neue Vorgaben für die Regulierung des Energieverbrauchs von verschiedenen Elektrogeräten geführt. So wurde festgeschrieben, dass sich die Europäische Union in Zukunft auf Energieeffizienzstandards für Produkte mit großem Einsparpotential konzentriert, deren Regulierung für die Verbraucher keine Einschränkung mit sich bringt. Heftig kritisierte Ideen, wie die Regulierung des Energieverbrauchs von Toastern, Kaffeemaschinen und Duschköpfen sind damit wohl endgültig vom Tisch. Die Kommission folgt damit Vorschlägen der größten Fraktion im Europäischen Parlament (Christdemokraten EVP). „Wir unterstützen den neuen Ansatz der Kommission sehr. Standards die zu weniger Energieverbrauch führen sind sinnvoll, aber die EU darf sich nicht im Klein-Klein verlieren und wir müssen den Eindruck vermeiden als ob wir den Komfort der Bürger einschränken wollen“, erklärte Peter Liese.

Auch Donald Trump könnte Vertrag jetzt nicht mehr rückabwickeln


Das Europäische Parlament hat heute in einer Plenarsitzung grünes Licht für die Ratifizierung des Pariser Klimaschutzabkommen gegeben. „Es hat uns besonders gefreut, dass UN-Generalsekretär für die Abstimmung eigens nach Straßburg gereist ist. Wir sind der der Blamage nochmal knapp entkommen und haben gezeigt, dass Europa in kurzer Zeit entscheidungs- und handlungsfähig ist. Es wäre für die EU peinlich gewesen, wenn das Abkommen ohne die EU in Kraft getreten wäre. Die EU wird nun weiterhin ihre Führungsrolle im Kampf gegen den Klimawandel beibehalten.“

Das Abkommen tritt automatisch nach 30 Tagen in Kraft wenn 55 Staaten das Abkommen ratifiziert haben, die mindestens 55 Prozent aller globalen Treibhausgas-Emissionen auf sich vereinen. Die erste Hürde ist schon geschafft: 62 Länder haben das Abkommen schon ratifiziert, zusammen kommen diese Länder auf ca. 52% der globalen Treibhausgase. Es fehlen also noch 3%. Die EU-28 ist für 12% der globalen Emissionen verantwortlich, die EU Mitgliedsstaaten, die schon ratifiziert haben kommen zusammen auf 4%.

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