"Es ist dringend notwendig in der Flüchtlingskrise mit der Türkei zusammenzuarbeiten und ich unterstütze den Plan, der bei den Staats- und Regierungschefs beraten wird". Dies erklärte Dr. Peter Liese anlässlich des bevorstehenden EU-Türkeigipfels. Liese betonte, dass ein Großteil der Flüchtlinge über die Türkei kommt und dass es leichter ist, die Grenze auf Seiten der Türkei zu schützen als auf der Seite Griechenlands, alleine schon wegen der vielen griechischen Inseln. "Es ist wichtig, die Menschen die in Flüchtlingslagern oder in den Orten an der türkisch-syrischen Grenze leben zu unterstützen und dazu soll das Geld dienen, das die EU der Türkei zur Verfügung stellt", so Liese. "Es ist aber nach wie vor Position der CDU und auch meine persönliche Position, dass die Türkei nicht als Vollmitglied in die Europäische Union aufgenommen werden soll. Dies würde die Europäische Union überfordern. Die Eröffnung weiterer Beitrittskapitel kann trotzdem sinnvoll sein, da der Verhandlungsprozess auch in einer anderen Form von Partnerschaft unterhalb der Vollmitgliedschaft enden kann", so Liese.

Durch zahlreiche Reisen Berufung gefunden


Nach jahrzehntelanger Isolation öffnet sich Myanmar, das auch als Burma bekannt ist, für Touristen aus aller Welt. So konnten auch Martina und Taisir Senge aus Meschede den Staat in Südostasien bereisen. Sie verliebten sich dabei in das Land und wollten sich vor Ort engagieren. Insbesondere die Situation in den Kinderheimen veranlasste sie hier tätig zu werden. Die beiden haben inzwischen Maßnahmen zur Verbesserung der Hygiene, der Wasserversorgung, der Toilettenanlagen und der ärztlichen Versorgung der Kinder in einem kleinen Kinderheim in Myanmar mit Hilfe von Spenden aus unserer Region unterstützt. Ein weiteres Projekt des Ehepaars soll die Bildungschancen der Kinder verbessern. Bei einem Gespräch mit Dr. Peter Liese stellten sie nun ihr Engagement vor. "Aus eigener Erfahrung weiß ich wie wichtig solche Hilfe vor Ort ist, insbesondere wenn sie auf ehrenamtlichen Engagement basiert", so Liese der selber einige Zeit als Arzt ehrenamtlich in Guatemala praktiziert hat und auch heute noch im Vorstand eines Vereins ist, der Projekte wie Schulbauten dort ermöglicht. In Südwestfalen übernimmt die Jürgen Wahn Stiftung aus Soest die formelle Abwicklung für das Projekt der Eheleute Senge.

Spenden sind daher möglich an die Stiftung mit dem Stichwort Myanmar: IBAN DE06 4145 0075 0000 0222 02, BIC WELADED1SOS

EU-Zulassungsverfahren für bessere Produkte / Innovationen stärken / Entscheidung im Europaparlament


Das Europaparlament macht Ernst im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen. Das Plenum votierte heute für deutlich verschärfte Standards beim Einsatz von antibiotikahaltiger Tiermedizin. Über das Internet soll der Handel mit Antibiotika sogar komplett verboten werden.

"Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sterben in der EU jährlich 25.000 Menschen, weil Antibiotika ihre Wirkung verlieren. Natürlich brauchen wir Änderungen in der Humanmedizin, zum Beispiel bessere Hygiene in den Krankenhäusern und einen besseren Umgang mit Antibiotika. Aber wir müssen auch in die Tiermedizin ansetzen. Denn dort entstehen ebenfalls antibiotikaresistente Keime, die auf den Menschen übergreifen können", sagte der gesundheitspolitische Sprecher der EVP-Fraktion, Peter Liese.

Tolles Engagement aus Südwestfalen

Der gemeinnützige Verein "ARCHEMED - Ärzte für Kinder in Not" bringt in regelmäßigen Abständen Teams von Ärzten und Krankenpflegern nach Eritrea, eins der ärmsten Länder der Welt, wo ehrenamtlich Kinder medizinisch behandelt werden. Die Region kämpft schon sehr lange mit Dürrekatastrophen und dadurch ausgelösten mageren Ernten. Nach 30 Jahren Befreiungskrieg von Äthiopien ist das Land ausgeblutet. Es herrscht Mangel an materiellen und humanen Ressourcen. Mangel kennzeichnet auch das eritreische Gesundheitswesen: Es gibt zu wenig Ärzte, Schwestern und Hebammen. Seit 2010 engagiert sich nun Archemed in Eritrea und betreibt u.a. ein OP-Zentrum für Kinder, in dem 100 Herzoperationen pro Jahr durchgeführt werden. Frühgeborene und erkrankte Neugeborene hatten früher kaum Überlebenschancen. Mitglieder von ARCHEMED pflegen Frühgeborene und kranke Neugeborene in geeigneten Einrichtungen, behandeln und operieren kranke Kinder und kümmern sich um die werdenden Mütter. ARCHEMD unterstützt aber auch Eritrea indem es vor Ort ausbildet und beim Aufbau von medizinischer Infrastruktur hilft. Die beiden Vorstandsmitglieder Anne Rieden aus Meschede und Dr. med. Peter Schwidtal aus Möhnesee-Körbecke stellten bei einem Gespräch mit Peter Liese nun ihr Engagement in Eritrea vor, wollten aber auch über die politische und wirtschaftliche Struktur des Landes informieren.