Anerkennung in der ökologischen Landwirtschaft und Förderungen nötig


Durch modernste Technologien können Umweltbelastungen in der Landwirtschaft schon heute erheblich reduziert werden. Viele Landwirte in unserer Region wie Karl-Ludwig Kotthoff, der in Meschede-Vellinghausen einen konventionellen Milchviehbetrieb bewirtschaftet, sind hier ganz weit vorne. So setzt der Hof Kotthoff beispielsweise seit Juli 2023 auf ein neues Verfahren zur Behandlung von Gülle, den sog. Manure Enricher der Firma GEA. Hierbei wird Gülle mithilfe von Plasmatechnologie – also ohne chemische Zusätze – so bearbeitet, dass ein neuartiger Dünger entsteht. Er enthält doppelt so viel Stickstoff und bindet wichtige Nährstoffe für ein effizienteres Pflanzenwachstum. Wird dieser Dünger auf die Felder ausgebracht, kann der Ernteertrag um bis zu 40% gesteigert werden. Zusätzliche, künstliche Düngemittel müssen daher dann fast gar nicht mehr eingesetzt werden. Trotz seiner besseren Umweltbilanz, ist dieser neuartige Dünger in der ökologischen Landwirtschaft noch nicht anerkannt. Doch gerade in Bio-Betrieben ist die Technik zur Ertragssteigerung und Kostensenkung wichtig, da nicht auf konventionelle Düngerstoffe zurückgegriffen werden kann.

Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft im europäischen Binnenmarkt gefährdet / Steigende Nahrungsmittelpreise belasten viele Familien


"Die Kürzungspläne der Ampelkoalition im Bereich der Landwirtschaft zeugen von mangelndem Respekt für die Arbeit unserer Landwirte und müssen zurückgenommen werden. Dass die Ampelkoalition gleichzeitig den Agrardiesel stärker besteuern will und die volle Kfz-Steuer für die Landwirtschaft erheben möchte, bedeutet eine starke Belastung unserer Landwirte im europäischen Binnenmarkt. In anderen Ländern wird es weiterhin günstigen Agrardiesel und eine Kfz-Steuerbefreiung geben. Die momentan hohen Nahrungsmittelpreise sind für viele Familien eine große Belastung. Die Landwirte, die es sich leisten können, werden die Einbußen, die die Bundesregierung plant, auf die Preise schlagen und damit die Inflation wieder anheizen. Das Ganze ist mit der heißen Nadel gestrickt, und es ist beschämend, dass die Bundesregierung so etwas vorschlägt und der zuständige Minister sich im gleichen Moment davon distanziert“, erklärte Dr. Peter Liese.

Peter Liese: Das Ziel, Plastikmüll zu bekämpfen und Recycling europaweit zu erleichtern, ist richtig, Verbotsorgie aber falsch / Umweltminister sehen das nur zum Teil ein / Verbot von Zuckertütchen muss im Trilog jetzt endgültig vom Tisch

Die Umweltministerinnen und -minister haben sich am heutigen Montag auf eine gemeinsame Position zu Verpackungen und Verpackungsmüll geeinigt. Damit können die Trilogverhandlungen zwischen EU Kommission, Rat und Parlament beginnen. Dazu erklärte Peter Liese, umweltpolitischer Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP, Christdemokraten): „Der Verpackungsmüll ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Deswegen ist es gut, dass wir in der EU bald neue Regeln vorgeben, um insbesondere die Plastikflut zu bekämpfen und Recycling in den Ländern der EU zu verbessern, in denen es noch nicht so gut funktioniert. Dadurch vermeiden wir nicht nur immer mehr unnötigen Verpackungsmüll, sondern kurbeln auch noch die Kreislaufwirtschaft an. Denn wir brauchen einen starken Binnenmarkt für recycelte Rohstoffe, um unsere Verpackungen insgesamt nachhaltiger zu machen.“

Peter Liese: Übergang zu Klimaneutralität ohne einen Cent deutscher Steuergelder / Bundesregierung muss allerdings gesetzliche Rahmenbedingungen schaffen

Die Firma HeidelbergMaterials erhält 191 Millionen Euro für den klimaneutralen Umbau ihres Zementwerks in Geseke im Kreis Soest. Das gesamte finanzielle Volumen des Projekts beläuft sich auf etwa eine halbe Milliarde Euro. Über 20 Prozent kommen aus dem Innovationfonds. Das Projekt kann also ohne Mittel aus dem Bundeshaushalt oder dem Landeshaushalt finanziert werden. Die Fördervereinigung (Grant Agreement) wurde jetzt unterzeichnet und das Projekt geht am 01. Januar offiziell an den Start. Geseke wird das erste deutsche Zementwerk sein, das klimaneutralen Zement auf der Basis von Kohlestoffabscheidung und -lagerung (CCS) produziert.