Peter Liese und Jochen Ritter im Gespräch mit Landwirten


„Der Wolf kommt - aber der Schutz des Menschen muss wichtiger sein als der Schutz des Wolfes“. Hier sind sich Peter Liese und sein CDU-Landtagskollege Jochen Ritter einig.  Der Landwirt Bernd Eichert, stellvertretender Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Kreis Olpe und Henner Braach, Vizepräsident des Westfälischen Landwirtschaftsverbandes hatten um ein Gespräch gebeten.

Bernd Eichert demonstrierte eindrucksvoll am Beispiel seines Rinderbestands, was es für die Weidetierhaltung in unserer Region  bedeutet, wenn der Wolf im großen Stil heimisch würde. Die Zäune müssten deutlich höher und stabiler werden und auch tiefer in den Boden eingebracht werden. Die derzeitig relativ offene Tierhaltung mit Elektrozäunen wäre dann nicht mehr möglich. Neben den hohen Kosten würde dies auch andere Tiere wie z.B. Rehe behindern. „Ich bin nicht generell gegen den Wolf, aber er muss auch wie andere Tierarten, wenn er in zu großen Rudeln auftritt, kontrolliert werden dürfen. In Ländern wie Schweden und Polen wird dies entsprechend gehandhabt. Nur so kann die Population für die Natur in vertretbaren Beständen gehalten werden. In Deutschland hat der Wolf keine natürlichen Feinde und wird ohne Management überhand nehmen. Deswegen setze ich mich in Berlin und Brüssel für ein engagiertes Wolfsmanagement ein“, so Peter Liese.

Manfred Weber steht für ein starkes, werteorientiertes Europa  und könnte nach Walter Hallstein Ende der 50er Jahre erster deutscher Kommissionspräsident werden


 Der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten im Europäischen Parlament (EVP), Manfred Weber, hat heute angekündigt sich für den Posten des Spitzenkandidaten seiner Parteienfamilie für die Europawahl im kommenden Mai zu bewerben. Der CSU-Politiker strebt damit die Nachfolge von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker an, der nicht für eine weitere Amtszeit kandidiert. Peter Liese begrüßt die Bewerbung und kündigte umgehend seine Unterstützung an: "Ich unterstütze die Bewerbung nachdrücklich, weil ich mit Manfred seit vielen Jahren eng zusammenarbeite und weiß, dass er für ein starkes, wertorientiertes Europa steht, das sich in einer veränderten Welt selbstbewusst behauptet. Er wäre ein ausgezeichneter Kommissionspräsident. Manfred Weber ist kompetent, glaubwürdig und sympathisch", so Liese. Die Entscheidung ob Manfred Weber tatsächlich als Spitzenkandidat der europäischen Christdemokraten ins Rennen geht, entscheidet sich auf einem Parteitag Anfang November im finnischen Helsinki. Seit den Europawahlen 2014 ist die Wahrscheinlichkeit, dass der siegreiche Spitzenkandidat auch Kommissionschef wird, deutlich gestiegen. "Mit Manfred Weber könnten wir damit, nach Walter Hallstein Ende der 50er Jahre, wieder einen deutschen Kommissionspräsidenten bekommen", freute sich Liese.


Peter Liese erinnert an Franz Stock        

„Europa ist ein Friedensprojekt und es ist eine Wertegemeinschaft die es zu verteidigen gilt“, so Peter Liese. Der engagierte Europapolitiker und Mitglied des Zentralkomitee der Katholiken setzt sich dafür ein, dass nicht immer alles schlecht geredet wird, sondern auch über das positive der Europäischen Union berichtet wird. „Über 70 Jahre Frieden, offene Grenzen, Binnenmarkt und Freizügigkeit werden als selbstverständlich angesehen, aber sie sind ein Erfolg der europäischen Einigung“, erklärte Liese bei einem Themenabend des Katholischen Bildungswerks Arnsberg-Sundern. „Kluge Staatsmänner wie Konrad Adenauer, Robert Schuman und Alcide Degasperi hatten die Idee zur europäischen Einigung und haben sie energisch vorangetragen. Alle drei waren tief im Glauben verwurzelt und wollten ein Europa schaffen, in dem die Menschen friedlich miteinander leben und arbeiten. Dies zu bewahren ist eine wichtige Aufgabe, insbesondere wo Populisten von Links und Rechts es zerstören wollen, so Liese. Er erinnerte auch an den katholischen Priester Abbé Franz Stock, der während der deutschen Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg Seelsorger für die Gefängnisse von Paris und die Hinrichtungsstätte auf dem Mont Valérien war. „Franz Stock kann man mit Fug und Recht als einen der wichtigsten Wegbereiter der europäischen Einigung bezeichnet werden. Er hat sich in schwersten Zeiten für Franzosen und Deutsche, für Christen und Juden, für alle Menschen gleichermaßen eingesetzt und sie oftmals auch auf ihrem Weg zur Hinrichtung begleitet. Wir können uns alle ein Beispiel an ihm nehmen“, erklärte Liese.

Europa und die anstehende Wahl am 26. Mai 2019 wichtiges Thema


Im Rahmen der alljährlichen Klausurtagung des geschäftsführenden Landesvorstandes der CDA NRW berichtete Peter Liese über aktuelle Gesetzesvorhaben und Entwicklungen in Brüssel und Straßburg. Dieser Impuls mündete in die inhaltliche Vorbereitung der Europawahl im kommenden Mai. Neben Liese nahmen auch die beiden Europaabgeordneten aus den Reihen der Sozialausschüssen, Elmar Brok und Dennis Radtke und der CDA Bezirksvorsitzende Bernd Nückel teil. Ralf Brauksiepe, Lan-desvorsitzender der CDA NRW, bedankte sich anschließend bei seinem langjährigen Weggefährten Peter Liese für seine Teilnahme an den Beratungen. „Hier in Bödefeld wurden schon viele gute Beschlüsse gefällt“, so Brauksiepe mit einem Blick auf den Tagungsort. Über 20 Jahre kommt der ge-schäftsführende Vorstand hier nun schon zusammen.