Wir müssen die Rechte der Kirchen verteidigen, aber sie müssen klüger damit umgehen / Ein anderer Umgang der Katholischen Kirche mit wiederverheirateten Geschiedenen ist seit 20 Jahren überfällig


"Ich werde mich immer dafür einsetzen, dass die Kirchen in Deutschland und Europa geschützt werden und ihre Rechte verteidigen. Aber das heutige Urteil zeigt erneut, dass insbesondere die Katholische Kirche mit ihren Rechten klüger und menschlicher umgehen muss. Ich freue mich über das Urteil, denn dass ein Chefarzt geschieden und wiederverheiratet ist, hindert ihn nicht daran seine Arbeit gut zu machen. Über die Gründe, warum eine Ehe scheitert sollte sich kein Gericht der Welt und auch kein Verantwortlicher der Kirchen ein abschließendes Urteil erlauben. Dieser andere Umgang ist längst überfällig. Besonders pikant ist, dass in demselben Krankenhaus andere Ärzte arbeiten die auch geschieden und wiederverheiratet sind und der Arbeitgeber sich daran aber nicht störte, weil sie nicht katholisch sind. Es kann doch in einem kirchlichen Krankenhaus kein Nachteil sein, wenn man katholisch ist“, so Peter Liese, der auch Mitglied im Zentralkomitee der Katholiken ist.

Manfred Weber steht für ein starkes, werteorientiertes Europa  und könnte nach Walter Hallstein Ende der 50er Jahre erster deutscher Kommissionspräsident werden


 Der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten im Europäischen Parlament (EVP), Manfred Weber, hat heute angekündigt sich für den Posten des Spitzenkandidaten seiner Parteienfamilie für die Europawahl im kommenden Mai zu bewerben. Der CSU-Politiker strebt damit die Nachfolge von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker an, der nicht für eine weitere Amtszeit kandidiert. Peter Liese begrüßt die Bewerbung und kündigte umgehend seine Unterstützung an: "Ich unterstütze die Bewerbung nachdrücklich, weil ich mit Manfred seit vielen Jahren eng zusammenarbeite und weiß, dass er für ein starkes, wertorientiertes Europa steht, das sich in einer veränderten Welt selbstbewusst behauptet. Er wäre ein ausgezeichneter Kommissionspräsident. Manfred Weber ist kompetent, glaubwürdig und sympathisch", so Liese. Die Entscheidung ob Manfred Weber tatsächlich als Spitzenkandidat der europäischen Christdemokraten ins Rennen geht, entscheidet sich auf einem Parteitag Anfang November im finnischen Helsinki. Seit den Europawahlen 2014 ist die Wahrscheinlichkeit, dass der siegreiche Spitzenkandidat auch Kommissionschef wird, deutlich gestiegen. "Mit Manfred Weber könnten wir damit, nach Walter Hallstein Ende der 50er Jahre, wieder einen deutschen Kommissionspräsidenten bekommen", freute sich Liese.


Peter Liese und Jochen Ritter im Gespräch mit Landwirten


„Der Wolf kommt - aber der Schutz des Menschen muss wichtiger sein als der Schutz des Wolfes“. Hier sind sich Peter Liese und sein CDU-Landtagskollege Jochen Ritter einig.  Der Landwirt Bernd Eichert, stellvertretender Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Kreis Olpe und Henner Braach, Vizepräsident des Westfälischen Landwirtschaftsverbandes hatten um ein Gespräch gebeten.

Bernd Eichert demonstrierte eindrucksvoll am Beispiel seines Rinderbestands, was es für die Weidetierhaltung in unserer Region  bedeutet, wenn der Wolf im großen Stil heimisch würde. Die Zäune müssten deutlich höher und stabiler werden und auch tiefer in den Boden eingebracht werden. Die derzeitig relativ offene Tierhaltung mit Elektrozäunen wäre dann nicht mehr möglich. Neben den hohen Kosten würde dies auch andere Tiere wie z.B. Rehe behindern. „Ich bin nicht generell gegen den Wolf, aber er muss auch wie andere Tierarten, wenn er in zu großen Rudeln auftritt, kontrolliert werden dürfen. In Ländern wie Schweden und Polen wird dies entsprechend gehandhabt. Nur so kann die Population für die Natur in vertretbaren Beständen gehalten werden. In Deutschland hat der Wolf keine natürlichen Feinde und wird ohne Management überhand nehmen. Deswegen setze ich mich in Berlin und Brüssel für ein engagiertes Wolfsmanagement ein“, so Peter Liese.

Ein so eindeutiges Ergebnis dürfen die EU-Institutionen nicht ignorieren/ Ob dauerhaft Winter- oder Sommerzeit sollen die Mitgliedstaaten selbstständig entscheiden

„Ein so eindeutiges Ergebnis dürfen die EU-Institutionen nicht ignorieren. Die Europäische Kommission muss so schnell wie möglich einen Vorschlag für die Abschaffung der Zeitumstellung machen und Parlament und Ministerrat sollten ihn noch vor der Europawahl annehmen.“ Dies forderte Peter Liese angesichts von Meldungen, dass sich bei einer Online-Konsultation über 80% der Beteiligten in der EU gegen die halbjährliche Zeitumstellung ausgesprochen haben. Die Westfalenpost hatte darüber gestern Abend zuerst berichtet. An der Konsultation nahmen demnach 4,6 Mio. Menschen teil. Dies sind etwa 10-mal so viel wie jemals an einer anderen Konsultation teilgenommen haben.

Offensichtlich sind 3 Mio. der Teilnehmer aus Deutschland. „Aber auch die 1,6 Mio. aus anderen Ländern wären schon alleine dreimal so viel wie sich jemals sonst an einer Konsultation beteiligt haben. Daher scheint das Thema auch in anderen Mitgliedsstaaten auf großes Interesse zu stoßen“, so Liese. Eine eventuelle Gesetzesänderung wäre in seinen Augen sehr einfach. „Die Richtlinie, die die halbjährliche Zeitumstellung harmonisiert, besteht nur aus zwei Seiten. Eine Änderung wäre sehr leicht möglich. Technisch ist das kein Problem und der politische Wille sollte jetzt endlich da sein“, so Liese.