Richtiger und notwendiger Schritt - Wir müssen sicherstellen, dass Patienten, Krankenhäuser und Forschungseinrichtungen weiterhin mit notwendigen diagnostischen Tests ausgestattet bleiben

Die Europäische Kommission hat heute verlängerte Übergangsfristen für bestimmte In-vitro-Diagnostika vorgeschlagen, um Versorgungsengpässe zu vermeiden. Bereits in 2017 haben sich die EU-Institutionen auf eine neue Verordnung über In-Vitro-Diagnostika verständigt, die im Mai 2022 in Kraft tritt. Diese regelt den Marktzugang für alle Medizinprodukte zur medizinischen Laboruntersuchung von aus dem menschlichen Körper stammenden Proben (IVDs), so zum Beispiel HIV-Tests, Schwangerschaftstests oder auch Corona-Tests.

Der gesundheitspolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokraten), Dr. med. Peter Liese, begrüßte den Vorschlag. „Bereits vor der Sommerpause habe ich mich gemeinsam mit Kollegen aller demokratischen Fraktionen im Europäischen Parlament mit einem entsprechenden Schreiben an die Kommission gewandt, um eine Lösung für etwaige Engpässe zu erzielen. Die Verordnung bleibt richtig, notwendig und in Kraft. Durch die heute vorgeschlagenen verlängerten Übergangsfristen wird sichergestellt, dass Patienten, Krankenhäuser, Forschungseinrichtungen und andere medizinische Institutionen auch nach Inkrafttreten der neuen Verordnung in Mai 2022 weiterhin mit allen notwendigen diagnostischen Test ausgestattet bleiben“, so der Arzt und Europaabgeordnete.

Peter Liese informiert sich gemeinsam mit Bürgermeister Uwe Kober über „Summer of Pioneers“

Im Rahmen des Projektes „Summer of Pioneers“ haben 15 Kreativ- und Digital-Arbeiter Altena im Märkischen Kreis für sechs Monate zu ihrem Lebensmittelpunkt gemacht. Sie bekommen dort Wohnungen und gemeinschaftliche Arbeitsplätze in leerstehenden Ladenlokalen gestellt und können so nicht nur ihre Ideen und Visionen umsetzen, sondern lernen auch die Region kennen. „Es ist extrem wichtig, unsere Region für junge hoch qualifizierte Menschen attraktiv zu halten. Das ist das Ziel des Projekts ‚Summer of Pioniers‘ in Altena. Junge Menschen, teilweise mit Wurzeln in der Region, teilweise von außerhalb, können in einem modernen Co-Working Space zusammenarbeiten und sich austauschen. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass Homeoffice für viele Branchen umsetzbar ist und eröffnet so vielfältige Perspektiven für die ländlichen Regionen. Das Projekt zeigt einmal mehr, wie wichtig die Regionale ist. Deswegen ist es für mich eine Freude, mich weiterhin dafür einzusetzen, dass die EU die Regionale unterstützt“, betonte Peter Liese bei dem Besuch. Dort erfuhr Liese von den Projektteilnehmern und Bürgermeister Uwe Kober viel über die innovativen Lösungen der Teilnehmer und die Chancen, die dieses Projekt für Altena und Südwestfalen bietet.

Der Schritt ist überfällig / In den bestehenden Produktionsanlangen sofort mit der BionTech Impfstoffproduktion beginnen / Forschung und Entwicklung von CureVac kann aber zukünftig Probleme lösen


„Dieser Schritt war überfällig“, so kommentiert der gesundheitspolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokraten), Dr. med. Peter Liese, die heutige Entscheidung von Curevac, deren Covid-Impfstoffkandidaten „CVnCoV“ aus dem laufenden Zulassungsprozess bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zurückzuziehen.

„Es war seit der Veröffentlichung der Daten der klinischen Prüfung vor drei Monaten eindeutig, dass der Impfstoff nicht ausreichend gut funktioniert. Ich bedauere, dass Curevac so lange rumgeeiert hat. Wir brauchen im Moment keinen Impfstoff, der nicht wirklich hilft, sondern alle Produktionskapazitäten sollten für die wirksamen Impfstoffe genutzt werden. Ich habe Curevac deshalb bereits vor Monaten aufgefordert, und zwar auch in persönlichen Gesprächen, den Impfstoff von BioNTech zu produzieren. Mein Eindruck ist, dass das bisher nicht an BioNTech, sondern an Curevac scheitert.

Bisher kein Zulassungsantrag gestellt / Firma hat Schwierigkeiten bei der Produktion / Langfristig kann der Impfstoff Teil einer Lösung sein


„Ich halte es für sehr gefährlich, sogar lebensgefährlich, in der jetzigen Situation auf den Impfstoff von Novavax zu warten und sich deshalb nicht mit den in der Europäischen Union bereits zugelassenen Impfstoffen impfen zu lassen.“ Dies erklärte der gesundheitspolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP, Christdemokraten), Dr. med. Peter Liese, in einer Pressemitteilung.

„Ich bekomme immer wieder Zuschriften von Bürgerinnen und Bürgern und erlebe auch in persönlichen Gesprächen, dass es Menschen gibt, die glauben, die in der EU zugelassenen Impfstoffe hätten zu große Risiken und sie könnten sich kurzfristig mit dem Impfstoff von Novavax impfen lassen. Zwar kann der Impfstoff langfristig einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor Corona leisten, aber in den nächsten Monaten eben leider nicht. Ich stehe seit fast einem Jahr mit der Firma regelmäßig in Kontakt und erkenne an, dass die Ergebnisse der klinischen Prüfung durchaus beeindruckend sind. Novavax hat aber bisher noch keinen Zulassungsantrag gestellt, weder bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) noch bei der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA. In all den Gesprächen hat Novavax niemals behauptet, dass der schleppende Vorgang etwas mit Fehlern der europäischen Institutionen zu tun hat. Vielmehr hatte die Firma offensichtlich große Problem, den Impfstoff, den sie für die klinischen Studien verwendet hat, in ausreichender Menge und Qualität in ihren Werken rund um den Globus herzustellen.

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